Klimatipp des Monats!

Emma und Joanna aus der 7b arbeiten in der Klima-AG zum Thema "Plastik" und die Auswirkungen auf unsere Umwelt. Mit ihrer Vorstellung von Unverpacktläden stellen sie eine tolle Alternative vor.
Klimatipp des Monats!

Unverpackt!

Wie kann man auf Plastik verzichten?

Bestimmt hast du in den Medien oder auch Nachrichten schon häufig von viel zu viel Plastikmüll (im Meer) gehört! 
Und die Schlagzeilen sind tatsächlich erschreckend! 
Seit 1950 hat sich der produzierte Kunststoff (Plastik) um das 214 fache vervielfacht.

Außerdem landen jährlich 8 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer, an dem inzwischen schon rund 660 Tierarten ausgestorben sind, denn während eine Zeitung nur rund 6 Wochen zum Zersetzen braucht, braucht eine Plastikflasche rund 450 Jahre und eine Angelschnur braucht sogar ganze 600 Jahre bis sie komplett zersetzt ist.

Bis dahin können viele Tiere an dem Müll ersticken oder sich erhängen…

90 % aller Seevögel haben Plastik im Magen.

Doch das Schockierendste ist, dass Deutschland einen Teil seines Plastikmülls in arme Länder wie Malaysia, Indien oder Indonesien exportiert, wo der Müll ins Meer gekippt wird, weil die Menschen in diesen Ländern selbst nichts mehr mit dem ganzen Plastik anfangen können.

Wegen des ganzen Plastikmülls, der jedes Jahr im Meer landet, gibt es nun schon eine Müllinsel mitten auf dem Meer, die viermal so groß wie Deutschland ist.

Diese große Masse an Müll kann man nie wieder so aus dem Meer fischen, dafür bräuchte man mehrere Millionen Euro und tausende von Jahren.

Allerdings kann man beim Einkaufen darauf achten, dass man nicht alles in Plastik kauft, für Gemüse gibt es zum Beispiel Stoffnetze, die man immer wieder verwenden kann oder Milch und Joghurt kann man im Glas kaufen. 

StandFür Käse, Fisch und Fleisch kann man Märkte besuchen, auf denen die Ware nur geringfügig eingewickelt wird, oder wie bei Obst lose im Einkaufskorb oder in der Tasche  verschwindet. Wenn du Kosmetik, Süßigkeiten, Müsli oder auch Trockenfrüchte einkaufen willst, dann schau doch mal im „Unverpacktladen“ vorbei.

 

AbfüllenEin Unverpacktladen ist ein Laden, in dem nichts in Plastik verpackt ist und auch nichts aus Plastik besteht. Wenn man dort einkaufen geht, bringt man seine eigenen Gläser oder auch Brotdosen mit, wiegt diese und befüllt sie dann mit den gewünschten Dingen, wie zum Beispiel Gummibären oder Hustenbonbons. Wer keine eigenen Gläser oder Dosen hat, kann sich auch dort welche kaufen.

Es gibt übrigens auch Zahnbürsten und Zahnpasta ohne Plastik.

 

Wenn du nun auf den Geschmack gekommen bist, ein wenig auf Plastik zu verzichten, dann gib doch einfach mal bei Google Maps ,,Unverpacktläden Hamburg“ ein und suche dir einen in deiner Nähe aus. Laden

Oder guck mal, ob es Wochenmärkte in deiner Nähe gibt. Auf dem Wandsbeker Wochenmarkt zum Beispiel steht samstags ein Unverpacktstand.

Wenn wir alle ein wenig auf Plastik verzichten, können wir weitere erstickungsgefährdete Tiere schonen und vielleicht sogar Tierarten vor dem Aussterben durch Plastikmüll retten.

 

Text: Emma, 7b
Fotos: Joanna, 7b